
Im kriegerischen Japan war der Jo für die unbewaffnete Bevölkerung das einzig legale Mittel,
um sich vor den Übergriffen bewaffneter Samurai zu schützen.
Er wurde zur Nahkampfwaffe der unterprivilegierten Bevölkerungsschicht, da er leicht zu beschaffen
und relativ preiswert war. Im Laufe der Zeit setzte sich der Jo auch unter den Samurai als
zusätzliche Waffe mit einer hohen Variantenvielfalt durch.
Ein großer Einfluss auf die Kunst des Jo kam durch den Unterricht von Morihei Ueshiba,
dem Begründer des Aikido. Ueshibas Aiki-Jo ist eine ausgewählte Form der Anwendung des Stabes.
Die Arbeit mit dem Jo ist für alle Menschen, die sich mit Budo beschäftigen, sinnvoll.
Es gibt viele unterschiedliche Kampfkünste, die sich in ihrer Philosophie, ihrer Organisation
und Ausführung unterscheiden. Allen aber ist eines gemeinsam, sie werden geübt,
um Geist und Körper des Menschen, der sie betreibt, zu schulen. Feste Bewegungsabläufe,
Regeln und ständiges Training bringen den Anfänger irgendwann einmal auf die Stufe eines Meisters.
Dort beginnt er dann wieder als Anfänger bis zur nächsten Stufe und so weiter, sein ganzes Leben lang.
Mit jeder höheren Stufe, die man erreicht, besinnt man sich zurück auf die Grundlagen und schaut
links und rechts seines Weges.
Waffen sind in allen Budokünsten vertreten; ein Stab als Waffe mit verschiedenen Formen und
Längen auch. Der Einstieg fällt hier leicht, da am Anfang feste Bewegungsabläufe systematisch
wieder und wieder geübt werden.
Im BUDO ist das Erlernen einer Kata, eines feststehenden Bewegungsablaufes, erwünscht und es
werden Meisterschaften (bei einigen Budo Disziplinen) darin ausgetragen. Die Einübung einer Kata
dient der Steigerung von Konzentration, Präzision der Bewegung und des eigenen Körpergefühls.
All das bietet der Jo in seiner Vielfalt und noch einiges darüber hinaus. Man beginnt mit leichten
Stoß- und Schlagübungen, um den Körper zu lockern, nimmt dann Drehungen und Ausgleichsschritte dazu
und kombiniert diese miteinander. Sind die Grundlagen verinnerlicht, beginnt man mit dem Partner
zu üben, und zugleich entsteht eine Vielzahl neuer Kombinationsmöglichkeiten und offener Fragen,
die es zu lösen gilt.
Auch die waffenlosen Techniken profitieren von der Arbeit mit dem Jo. Es entwickelt sich ein
besseres Gefühl für das eigene Timing, auch in Partnerübungen. Die Bewegungen des Einzelnen werden
klarer und schärfer - Konzentration und Distanz lassen sich auf alle Budokünste übertragen.
Kurzum: Der Stock bietet sich als Erweiterung der eigenen Fähigkeiten und Variationsvielfalt
in idealer Weise an. Zugleich sollte der Selbstverteidigungs-Aspekt mit einem Stab
nicht unterschätzt werden.
| Die Kata in Einzelschitten mit Bild und Text. (12 MB) | |
| Video der kompletten Kata. (18 MB) |
| Bezeichnung | Übersetzung |
|---|
| gerader, direkter (=choku) Stoß nach vorne | |
| Stoß nach vorne, gedreht (=Kaeshi) | |
| Stoß nach vorne, geführt von unten nach oben | |
| kreisförmiger Schlag von schräg oben nach unten (toma = großer Abstand zum Partner | |
| den Uke passieren lassen bzw. vorbeilassen. | |
| Grundstellung bei der der Stab an der hinteren Schulter senkrecht nach oben (=hasso) gehalten wird. | |
| Grundstellung, bei der die Waffe hinten unten gehalten wird. |
Choku TsukiText folgt! |
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Kaeshi TsukiText folgt! |
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Furikomi TsukiText folgt! |
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Toma Katate UchiText folgt! |
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Uke NagashiText folgt! |
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Hasso (no) KamaeText folgt! |
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Waka KamaeText folgt! |
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